Forex Steuern

© Eisenhans - Fotolia.com

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Forexhandel ist eine hervorragende Möglichkeit, Geld zu verdienen. Allerdings muss dieses Geld bzw. die Erträge, die mit dem eingesetzten Geld über den Handel mit Devisen erwirtschaftet werden, auch versteuert werden.

Der Gesetzgeber hat hierfür bereits im Jahr 2009 eine Änderung im Einkommenssteuerrecht vorgenommen, die Erträge aus solchen Gewinnen gezielt betreffen. Die Gewinne müssen seit 2009 nicht mehr über die Einkommenssteuer, sondern über die sogenannte Abgeltungssteuer abgerechnet werden.

Der Trader muss sich um nichts kümmern

Die Forex Gewinne muss man als Trader nicht selbst versteuern. Das wird direkt über die beteiligten Banken erledigt. So muss man sich um die Forex steuern nicht kümmern – alles geschieht automatisch. Aus dieser Regelung ergeben sich sowohl Vor- als auch Nachteile für alle, die die Forex Gewinne versteuern müssen. Diese werden nachfolgend erläutert:

Vorteile der Abgeltungssteuer

1372730992_checkmarkDa der Steuersatz der Abgeltungssteuer auf 25 % der Erträge fixiert wurde, ergibt sich ein Vorteil für all diejenigen, die mit ihrem Einkommenssteuersatz über 25 % liegen. Liegt man beispielsweise beim Spitzensteuersatz von 37 %, spart man bei der Versteuerung der Erträge aus dem Forexhandel 12 %, was sich bei größeren Gewinnsummen sehr markant auswirkt.

Nachteile der Abgeltungssteuer

1372771378_deleteFür all diejenigen, die mit ihrem Steuersatz der Einkommenssteuer unterhalb von 25 % liegen, bringt die Abgeltungssteuer den Nachteil mit sich, dass die Erträge aus dem Forexhandel teurer versteuert werden als mit dem Einkommenssteuersatz.

 

Freibetragsgrenze für Abgeltungssteuer

Die bekannte Freibetragsgrenze für die Kapitalertragssteuer, die auf Zinserträge bei Sparguthaben angewendet wird, findet auch beim Forex versteuern Anwendung. Man muss allerdings darauf achten, dass diese Steuern gemeinsam mit der Kapitalertragssteuer in einen Topf geworfen werden.

Freibetragsgrenzen:

Alleinstehende: Für Alleinstehende liegt die Freibetragsgrenze für die Kapitalertragssteuer (und damit auch die Abgeltungssteuer) bei 801 Euro pro Jahr (Stand 2013)

Verheiratete: Bei Eheleuten liegt die gemeinsame Freibetragsgrenze für die Kapitalertragssteuer (inklusive Abgeltungssteuer) bei 1.602 Euro pro Jahr (Stand 2013)

infoWichtig ist, darauf zu achten, dass man seine Freistellungsaufträge genau im Blick hat. Da alle Freistellungsaufträge kumuliert beim zuständigen Finanzamt erfasst werden, sollte man peinlichst genau darauf achten, dass auch für den Forexhandel ein entsprechender Antrag eingereicht wird.